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PlayStation 4

Release:
29.11.2013
Genre:
Publisher:

PS4 TEST: Strike Suit Zero: Director’s Cut – Die Rückkehr der Weltraumschlachten

10.04.2014

Strike Suit Zero Banner

Mit Spielen wie Elite oder Wing Commander, das am 27. September 1990 das Licht der Welt erblickte, konnten Spieler schon vor vielen Jahren tief in die interstellare Kriegsführung eintauchen. Sicherlich gab es danach noch viele Versuche das Genre wieder ins Leben zu rufen, aber die sind allesamt mehr oder minder gescheitert. Die Jung und Mädels bei Born Ready, in Großbritannien, habe es sich allerdings zur Aufgabe gemacht dieses Feeling erneut wiederzubeleben. Mit Strike Suit Zero: Director’s Cut konnten sie Ende Januar 2013 das Genre erneut auf den Markt bringen, damals leider mit etwas mäßigem Erfolg. Wertungen von 70% konnten keinen wirklich vom Hocker reißen. Als es dann allerdings hieß, dass dieses Spiel überarbeitet und neu aufgelegt werden sollte, waren die Fans der gigantischen Weltraumschlachten wieder vollauf begeistert. Das ehemalige Kickstarter Projekt hatte wieder ein bisschen neues Leben eingehaucht bekommen. Ob sich ein Kauf lohnt, klären wir in unserem PS4 Test: Strike Suit Zero: Director’s Cut Test.

Irgendwann in einer gar nicht allzufernen Zukunft hat es die Menschheit geschafft sich über die Grenzen ihres Universums hinaus auszubreiten. Allerdings schaffte sie das nicht aus eigenem Antrieb. Die Menschheit empfing ein Signal aus dem Weltall, welches Pläne enthielt, Pläne mit denen die Menschheit Raumschiffe, Antriebe und sogar FTL Antriebe bauen konnte. Damit war es gar nicht mehr so schwer die ganze Galaxis zu besiedeln und weit darüber hinaus zu gehen. Die Menschheit gewann also ihren Siegeszug ins Universum, immer auf der Suche nach der Quelle des Signals. Doch als sie die Quelle gefunden hatten änderte sich alles. Die Kolonien der Menschheit beanspruchten den Fund für sich selbst, aber die Erdregierung wollte die Kolonien nicht gewähren lassen, ein Krieg entbrannte, der kurz darauf eskalierte. Jetzt steht die Menschheit an der Schwelle ihren eigenen Heimatplaneten zu vernichten. Schon viele Jahre lang leben die Menschen nicht mehr ausschließlich auf der Erde, viele Generationen sind mittlerweile Kinder von anderen Welten, die Erde zu vernichten um sich von der Tyrannei zu lösen, ein Kinderspiel!? Es liegt jetzt auf jeden Fall an uns diesen Krieg zu beenden und die Erde zu retten!

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up Das hat uns gefallen:

Einfache Steuerung

Wer Spiele in dieser Art einmal gespielt hat wird sich mit der Steuerung sofort zurecht finden. Für alle, die noch nie in einem Jäger gesessen haben und keine gigantischen Weltraumschlachten geschlagen haben, wie wir bereits 1990 mit Wing Commander, auch diese Spieler werden sich sehr schnell zurechtfinden. Eine kleine Einführungsmisson erklärt uns nicht nur die Geschichte, sondern auch die Steuerung unseres ersten Schiffes. Das Wechseln zwischen den verschiedenen gegnerischen Zielen ist zwar nicht immer ganz so einfach, da man es manchmal einfach vergisst, aber im großen und ganzen finden wir uns mit Waffenwechsel und Steuerung unseres Schiffes eigentlich ganz gut zurecht. Das mag natürlich an der jahrelangen Vorerfahrung liegen, wird wohl aber eher für eine einfache Steuerung sprechen. Auch wenn es im Kampf zwischendurch mal wieder hektisch werden kann, findet man doch immer alle wichtigen Steuerungelemente schnell und zuverlässig wieder.

Aufgehübschte Grafik

Die Kritik, die man bereits 2013 für Strike Suit Zero hatte, wurde bei Born Ready wirklich ernst genommen. Die simplen Modelle und die schlechten Texturen sind für den Directors Cut komplett überarbeitet worden. Wir finden kein einziges liebloses Modell mehr und selbst die kleinsten Details sind komplett überarbeitet worden. Das gesamte Spiel sieht jetzt wesentlich detaillierter aus, kann mit einer wesentlich feineren und strukturierteren Grafik aufwarten und bietet uns zudem noch eine 100%tige Kollisionsberechnung, wir können also tatsächlich Millimetermanöver durchführen und durch die engsten Lücken fliegen, wenn es passt.

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Rasantes Gameplay

Strike Suit Zero: Director’s Cut ist natürlich ein Space Battle Simulator. Auch wenn der Mechwarrior eigentlich nicht so wirklich in das Genre passt, so ist und bleibt das Gameplay solcher Spiele unübersichtlich. Das ist auch richtig gut so, denn diese Spiele trainieren den Orientierungssinn im dreidimensionalen Raum durchaus auf einem Level, das kein anderes Spiel bieten kann. Wir müssen uns ständig bewusst sein was, wo, wann und wie stark es ist. Fliegen wir gerade unter einer Raumstation und jagen einen feindlichen Bomber, der versucht unserem Feuer zu entgehen, bringt es nichts, wenn wir in eine Radarschüssel fliegen und zerschellen. Auch die Konzentration auf primäre und sekundäre Ziele wie zum Beispiel das Hinterherjagen, wenn wir gegnerische  Bomber verfolgen, hinter uns 3 feindliche Corvetten aber unseren Träger zerlegen. Konzentration, einen lockeren Finger am Abzug und eine Menge räumliches Vorstellungsvermögen sind in diesem Genre immer gefragt.

Brauchbare Story

Das wir im Weltraum unterwegs sind um die Erde zu retten, zugegeben das ist kein neues Szenario, das man aber diesmal keine Monster erfunden hat, die aus einer fremden Galaxie, Milliarden von Lichtjahren überbrücken nur um die Menschheit zu vernichten, was gelinde gesagt sowieso total unrealistisch wäre, sondern die Menschen ihr eigener Feind sind, ist gut gewählt. Das macht die ganze Geschichte zwar nicht neu, aber immerhin realistisch. Die Menschheit sucht Jahrzehnte, wenn nicht sogar Jahrhunderte nach der Quelle ihrer Macht und kaum gefunden will sie jeder für sich selbst haben! Das ist doch realistisch, ist es doch heutzutage auch nicht wirklich anders. Die Geschichte von übergeschnappten Kommandanten und K.I.´s, die sich selbstständig machen, ist zwar in dieser Form auch nicht wirklich neu, aber interessant und noch frisch genug um uns einiges bieten zu können.

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Dynamisches Spiel

Strike Suit Zero: Director’s Cut hat seine ganz eigene Dynamik. Nicht nur optisch und akkustisch wird uns vieles geboten, auch die eigentliche Story ist relativ dynamisch, bietet sie doch zum Beispiel unterschiedliche Enden, je nachdem wie wir uns im Spiel geschlagen haben. Je besser wir von Anfang an sind, desto geringer wird unser Schwierigkeitsgrad, weil wir bereits bessere Waffen und Schiffe freigeschaltet haben. wenn wir sie wirklich am dringendsten brauchen. Die dynamische Storyentwicklung die Integration des zusätzliche erhältlichen Helden der Flotte Contents ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Strike Suite Zero Director’s Cut ist eine deutliche Evolution gegenüber dem ersten Versuch die Weltraum Kriegsführung zurück ins Leben zu rufen.

down Das hat uns nicht gefallen:

Kein Next-Gen Feeling

Auch wenn wir uns natürlich seit vielen Jahren schon eine Rückkehr in die Welt von Wing Commander wünschen, so ist Strike Suite Zero Director’s Cut trotzdem kein Next-Gen Spiel. Zwar wurden die meisten Modelle neu erstellt, die ganzen Texturen deutlich aufgebessert, aber das reicht noch lange nicht an die Leistung der aktuellen Konsolen heran. Neben der PS4 wird Strike Suite Zero Director’s Cut ebenfalls auf der Xbox One erscheinen und auf beiden Konsolen keinen zeitgemäßen Eindruck hinterlassen. Optisch ist der Directors Cut zwar wesentlich besser als die Standard Variante, aber zum echten Next-Gen Level fehlt hier noch einiges.

Teilweise hackelige Steuerung

Auch wenn die Steuerung leicht erlernbar ist, so täuscht uns das nicht darüber hinweg, dass Strike Suite Zero Directors Cut auf der Playstation 4 hin und wieder Schwierigkeiten mit der Verzögerung von Nutzereingaben hat. Während der Lautsprecher im Controller gut genutzt wird, fehlt uns hier auch die Adaption von Sprachbefehlen. Sagen wir zum Beispiel „Ziel erfassen“, „Torpedo Feuern“ oder „Bramsmanöver“ passiert leider garnichts. Das hätte uns im teilweise wirklich unübersichtlichen und hektischen Kampfgetümmel doch zwischendurch geholfen, einige typische Dinge per Spracheingabe lösen zu können. So hätte man auch Unterstüzung der Wingman anfordern können, oder seine Kräfte auf ein einzelnes Ziel konzentrieren können. Ein hypermodernes Kampfschiff muss zum Beispiel nicht die Waffen wechseln um eine andere abfeuern zu können, das ist unsinn. Im Kampf selbst funktionieren die Eingaben nicht immer ganz reibungslos. Wir finden zwar alles schnell genug wieder, doch teilweise ist die Zeit zwischen unserem Ziel erfassen Knopf doch mal schnell eine Sekunde lang. Das ist schon eine Menge, wenn man sich eigentlich schon aufs nächste Ziel fixieren will.

Wenige Gegnertypen

Die Feinde sind zwar auch die Menschen, aber leider fehlt es uns hier ein wenig an Innovation. Unsere Feinde greifen zwar teilweise in verschiedenen Stärkeklassen an, sprich die erste Welle sind Jäger, die zweite Welle Jäger mit Corvetten, dann schwere Jäger und Fregatten und so weiter, aber die Unterschiede fehlen uns ein wenig. Wenn die Menschheit doch in so vielen Kolonieen gespalten ist, die sich gegen die Erde erheben, sollten dann nicht auch ihre Entwicklungen unterschiedlich sein? Sollten wir nicht verschiedene Jägerklassen vorfinden, verschiedene Bomber, evtl. improvisierte Nuklearwaffen und dergleichen? Die Auswahl an Gegnern hätte durchaus ein wenig üppiger ausfallen dürfen.

Hoher Schwierigkeitsgrad

Wir haben das Spiel wie so oft natürlich auf dem normalen Schwierigkeitsgrad getestet. Dennoch sind wir bereits im normalen Schwierigkeitsgrad ordentlich ins Schwitzen gekommen. Das ist natürlich schön. dass wir eine gute Herausforderung geboten bekommen, allerdings fragen wir uns jetzt gar nicht mehr wie schwer aussehen könnte. Man hätte das ganze schon anpassen müssen, wenn ein alter Wing Commander Veteran das schon sagt, dann muss wirklich was dran sein.

Fazit & Bewertung zu PlayStation 4

Strike Suit Zero: Director’s Cut konnte uns alte Wing Commander Veteranen begeistern. Es wurde langsam Zeit, dass wir wieder einmal in einen Jäger steigen dürfen und unsere dreidimensionale Kampfbereitschaft auf allen Ebenen beweisen können. Gerade in einer Zeit, in der alle von der siebten Star Wars Episode sprechen, kommt unser eigenes Weltraumabenteuer natürlich genau richtig. Auf der Jagd nach einem Schiff das auch gut „Der Todesstern“ hätte sein können, erfahren wir eine Menge über menschliche Abgründe in einer anständigen und soliden Story. Leider ist Strike Suit Zero ein bisschen am Ziel vorbei geschossen. Die Grafik ist zwar in der Neuauflage schöner und feiner, dennoch kommt kein wirkliches Next-Gen Feeling auf. Framerateneinbrüche und eine teilweise hackelige Steuerung machen uns bei einem recht hohen Schwierigkeitsgrad das Leben schon schwer. Gut für einen Preis von € 17,99,- kann man hier und da schon einmal über kleinere Mängel hinweg schauen, alles in allem haben wir doch einen würdigen Space Combat Simulator gefunden, der vielleicht ein wenig zuviel in die Arcadeschiene abdriftet. Mit ein paar mehr Waffen, mehr Schiffen und vor allem unterschiedlichere Feinde, hätte man bei Born Ready sicherlich den nächsten Hit landen können, so ist es leider nur eine fehlerbeseitigte Deluxe Version des Spieles, das 2013 leider kläglich versagt hat.

Trotzdem bleibt unsere Meinung bestehen, dass Strike Suit Zero, die Kollegen werden es vielleicht anders sehen, ein gutes Spiel ist, das sich lohnt gespielt zu werden. Wenn wir von Next-Gen Grafik keine Wunder erwarten und einfach nur eine gute Zeit mit einem tollen Actionspiel haben wollen, dann ist Strike Suit Zero sein Geld mehr als Wert. Ansonsten bleibt immer noch der Vergleich zu anderen Produktionen in dieser Preiskategorie, die wesentlich schlechter abschneiden.

Bewertungen
Einzelspieler:
8,0
Gameplay:
8,0
Grafik:
7,0
Sound:
9,0
Multiplayer:
-
Gesamtwertung: 8,0
+
- einfache Steuerung
- aufgehübschte Grafik
- rasantes Gameplay
- brauchbare Story
- dynamisches Spiel
-
- kein Next-Gen Feeling
- teilweise hackelige Steuerung
- hoher Schwierigkeitsgrad
PlayStation 4
Amazon
Release:
29.11.2013
Genre:
USK-Einstufung:
USK-Einstufung

| Chris

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