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Tiny Brains

Release:
04.12.2013
Genre:
Publisher:

PS4 TEST: Tiny Brains – Die Superbrains zeigen ihr Können

20.12.2013

In unserem heutigen PS4 Test können wir euch den PSN-Titel Tiny Brains präsentieren, die uns durch ihre einzigartigen Fähigkeiten begeistern möchten. Ob sie das geschafft haben, erfahrt ihr in unserem ausführlichen PS4 Test zu Tiny Brains.

Eigentlich war Tiny Brains, welches von den Spearhead Games entwickelt wurde, zum Launch der PlayStation 4 geplant, doch erschien der Titel nun nach einer kurzen Verschiebung erst im Dezember 2013. Tiny Brains spielt in einem Labor, in dem vier superstarke Tiere zusammenarbeiten müssen, um Puzzles zu lösen und vor einem verrückten wissenschaftlichen Experiment zu flüchten. Wir haben dieses Thema gewählt, da wir nun in einem Indie-Studio arbeiten und flexibler sind: Bei uns dreht sich in diesem kreativen Prozess alles um das Experimentieren.

up Das hat uns gefallen:

Tolle Spielidee

Tiny Brains, welches sowohl das Jump & Run, als auch das Knobel Genre bedient, wartet mit einer tollen Spielidee auf: Das nutzen übersinnlicher Fähigkeiten um ein paar gepeinigten Versuchstieren den Weg in die Freiheit zu ebnen. Das ganze verbindet also einen Knuddel-Faktor mit Knobelspaß und Herausforderungen und bringt damit frische Ideen auf die PS4. Die Spielidee gefällt uns sehr gut, weil sie genügend frische Elemente enthält um eine tolle Story entwickeln zu können. Auch die verschiedenen Figuren, auf die wir noch explizit zu sprechen kommen, fügen sich gut in das Spiel ein. Denn der Wechsel und die Zusammenarbeit der Figuren ist ein Teil dieses Spielprinzips und sorgt zudem für Abwechslung.

Unaufdringliche und stimmungsvolle Musik

Die Musik kann bei solchen Indie Games oft zum Problem werden. Zu oft wiederholen sich die Melodien, sodass dies auf Dauer ein wahrer Graus werden kann. Auch Tiny Brains weiß nicht unbedingt mit einer großen Musikauswahl zu glänzen. Aber wenigstens hält sich die Musik derart im Hintergrund, dass sie auch nach längerem Spiele nicht so negativ auffällt. Positiv ist aber, dass die Musik passend ausgewählt wurde und die einzelnen Szenen gut unterstützt. Dennoch würden wir uns auch bei einem solchen Spiel über etwas mehr Musikvariationen freuen.

Gut gemacht: Die Superbrains

Force, Vortex, Teleport und Create. So heißen die Helden von Tiny Brains. Jeder von ihnen hat eine tolle Fähigkeit in sich schlummer. So kann Teleport, wie der Name schon vermuten lässt, seinen Platz mit bestimmten Gegenständen tauschen, indem er sich an deren Stelle katapultiert. Force dagegen ist der Darth-Vader aller Ratten. Er hat die Fähigkeit mit übernatürlichen Kräften Gegenstände vor sich herzuschleudern. Damit kann man Bälle durch kleine Labyrinthe bugsieren, oder Gegenstände über kleine Abgründe schießen. Create kann kleine Eisblöcke erstellen und diese explodieren lassen. Dadurch ist es möglich größere Hindernisse zu überwinden. Vortex steht unter Energie. Er hat die Fähigkeit Gegenstände an sich heranzuziehen.

Tiny Brains PS4 Test 01

Gutes Zusammenspiel: Gemeinsam sind sie stark

Wie dadurch deutlich wird, spielen sich die einzelnen Tiere ganz unterschiedlich, was dem Spielspaß zu Gute kommt, da das Ganze nicht in der selben, langweiligen Arbeit mündet, sondern immer etwas Abwechslung bereithält. Der Wechsel zwischen den Figuren klappt problemlos und ist schnell erlernt. Und diesen Wechsel werdet ihr auch brauchen. Ein Level lässt sich kaum mit einem einzigen Tiny Brain alleine durchspielen, sondern nur durch Wechsel der Tiere. Dadurch werden die grauen Zellen und der Fantasiereichtum auf Vordermann gebracht, weil man geneigt ist, verschiedene Lösungsoptionen mit verschiedenen Tier-Kombinationen durchzuspielen.

Lustige Kommentare

Tiny Brains punktet eher durch die Spielidee, als durch die Story. So ist es aber schön, dass nicht kommentarlos Level an Level gereiht ist, sondern partiell das Spielerlebnis aufgelockert wird. Besonders am Anfang kommen von den Forschern einige lustige Kommentare, während man durch die Welt geführt wird. Das gibt dem Spiel einen gewissen Zusammenhang und bringt den Spieler das eine oder andere Mal zum schmunzeln.

Bringt euch zusammen: Der Koop-Modus

Tiny Brains kann man auch alleine durchspielen. Dazu ist es möglich, dass man zwischen den Figuren hin- und herwechselt. Doch das ganze Potenzial von Tiny Brains kann man so nicht nutzen. Das Spiel ist auch vor allem auf das Zusammenspiel von verschiedenen Spielern ausgelegt, bei dem jeder Spieler eine Figur steuert und die Spieler dabei langsam und vor allem gemeinsam auf die Lösung des Rätsels kommen. Für das Zusammenspiel stellt Tiny Brains eine besondere Steuerungsoption zur Verfügung: Den Pfeil. Mit diesem lassen sich den Mitspielern Hinweise auf des Rätsels Lösung.

Tiny Brains PS4 Test 04

down Das hat uns nicht gefallen:

Grafische Gestaltung ist fragwürdig

Zugegeben: Die Grafik ist nicht schlecht, aber auch nicht prächtig. Hier und da sind einige graphische Fehler festzustellen, die das Spielerlebnis trüben. Auch der Blick durch die etwas unscharfe Brille der Wissenschaft ist etwas unvorteilhaft, weil dadurch das Bild etwas getrübt wirkt. Ebenso waren auch ein paar Einbrüche bei der Framerate zu verzeichnen, was auf der PS4 bei einem solchen Spiel nicht mehr der Fall sein sollte. Auch wenn die Gestaltung der Charaktere gelungen ist, hat die Grafik schlussendlich keinen guten Eindruck bei uns hinterlassen. Betrachtet man allerdings den Preis dieses Games, ist die Grafik noch in Ordnung. Ein prächtiges Grafikwunder sollte man jedoch nicht erwarten.

Story ausbaufähig

Wie wir bereits gesagt haben, liegt bei der Spielidee die große und auch gewollte Stärke von Tiny Brains. In Verbindung mit einer tollen Story hätte dies grandios werden können. Eine Story ist auch vorhanden. Diese ist aber mitnichten toll, sonder klassisch aber ohne Tiefgang. Ein paar Super-Brain-Tiere möchten aus einem Labor flüchten. Dieses Ziel wird von ein paar Kommentaren eingebettet. In der Praxis spielt es sich dann aber doch wie eine Aneinanderreihung von verschiedenen Level. Eine wirkliche Verbindung zu den Charakteren wird nicht aufgebaut. Das war auch nicht unbedingt zu erwarten, aber hier hätte aus einem guten Spiel ein sehr gutes werden können.

Tiny Brains PS4 Test 02

Einzelspielermodus bleibt auf der Stecke

So richtig Spaß macht Tiny Brains im Verbund mit mehreren Spielern. Der Coop-Modus, bei dem jederzeit andere Spieler dazutreten können, ist gelungen und vereinfacht das Spielerlebnis immens. Gerade in Phasen, in denen man quasi mehrere Aktionen auf einmal ausführen muss um zu obsiegen, ist das Spiel relativ hektisch und sehr anspruchsvoll. Wer hier ein paar Freunde sein eigen nennt und auf deren Hilfe hoffen kann, hat gute Chancen auf einen positiven Ausgang. Die anderen Spieler müssen sich alleine auf ihr Geschick verlassen. Wer auch ein solches nicht hat, der wird schnell an einigen Stellen frustriert sein. Hier wäre es schön gewesen, wenn die Entwickler den unterschiedlichen Möglichkeiten der Spieler auch Rechnung getragen hätten.

Teilweise fehlende deutsche Sprachunterstützung

Ein Punkt macht sich bei Tiny Brains noch negativ bemerkbar: Es hat keine deutsche Sprachunterstützung. Das wäre als solches nicht weiter schlimm, weil die englische Stimme mit einem russischen Akzent ganz nett klingt. Leider fehlt jedoch auch bei bestimmten Sequenzen der deutsche Untertitel, während der bei anderen Sprachsequenzen vorhanden ist. Das fehlen macht sich aber doch bemerkbar. Das sorgt dafür, dass die Story, die ohnehin schon etwas schwach ist, nicht gut rüberkommt und Wissenslücken verbleiben. Jedenfalls dann, wenn man Englisch nicht sonderlich gut spricht. Das ist wirklich schade.

Tiny Brains PS4 Test 03

Fazit & Bewertung zu Tiny Brains

Tiny Brains macht vieles richtig. Ein lustiges Spielprinzip und witzige Figuren sorgen für ein interessantes Spielerlebnis. Abzüge muss man dabei bei der Grafik, Story und der teilweise fehlenden Sprachunterstützung hinnehmen. In unserem Test hat das den Spielspaß jedoch nicht sehr stark beeinträchtigt. Es ist immer noch eine Aneinanderreihung von verschiedenen Level, wie es bei solchen  Knobel Spielen üblich ist. Aber Tiny Brains versucht wenigstens diese Level zu einer sinnvollen Einheit zu verbinden. Der einzige durchgreifende Kritikpunkt ist, dass der Einzelspielermodus nicht umfassend durchdacht und für den einen oder anderen zu schwierig sein könnte. Insgesamt lässt sich daher feststellen, dass Tiny Brains ein ordentliches Spiel mit einigen Abzügen aber fairem Preis ist.

Bewertungen
Einzelspieler:
7,5
Gameplay:
8,0
Grafik:
7,5
Sound:
8,0
Multiplayer:
9,0
Gesamtwertung: 8,0
+
- Tolle Spielidee
- Unaufdringliche und stimmungsvolle Musik
- Gut gemacht: Die Superbrains
- Gutes Zusammenspiel: Gemeinsam sind sie stark
- Lustige Kommentare
- Bringt euch zusammen: Der Koop-Modus
-
- Grafische Gestaltung ist fragwürdig
- Story ausbaufähig
- Einzelspielermodus bleibt auf der Stecke
- Teilweise fehlende deutsche Sprachunterstützung
Tiny Brains
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Publisher:
Entwickler:
Release:
04.12.2013
Genre:
USK-Einstufung:
USK-Einstufung

| Chris

2 Kommentare

  1. Bockwoscht

    20. Dezember 2013 um 14:53

    Kann man Tiny Brains bereits für die PS4 downloaden ?^^

  2. Chris

    22. Dezember 2013 um 23:24

    Jup, ist bereits erhältlich und mit dem Code von uns natürlich auch: 🙂

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